Weltweit nutzen derzeit 197 Städte Bus Rapid Transit (BRT) oder Busse mit hohem Serviceniveau (BHLS). Diese Linien sind insgesamt 5,000 Kilometer lang und befördern täglich 32 Millionen Fahrgäste. BRT und BHLS erfreuen sich bei Planern und Entscheidungsträgern zunehmender Beliebtheit, da Millionen Menschen BRT nutzen und so Milliarden sparen.

Wo hat BRT seinen Ursprung?

23. Januar: Millionen fahren BRT und sparen Milliarden 1

Schon 1937 begann man auf der ganzen Welt, bescheidene Maßnahmen zur Busbevorzugung vorzuschlagen und gelegentlich auch umzusetzen, wie etwa ausgewiesene Busspuren und Busfahrstreifen, die Vorläufer der heutigen BRT- und BHLS-Systeme.

Insbesondere die Umstellung der Busspuren im brasilianischen Curitiba im Jahr 1982 auf ein vollwertiges BRT-System und die Installation von TransMilenio im kolumbianischen Bogotá im Jahr 2000 trugen zur Popularität von BRT (und BHLS) in ganz Lateinamerika bei. BRT verbreitete sich später aufgrund seiner hohen Leistungsfähigkeit, niedrigen Kosten und schnellen Implementierung. Erfolgreiche Anpassungen in Quito, Paris, Bogotá, Nantes, Amsterdam, Mexiko-Stadt, Peking, Jakarta und anderen Städten zeigten zudem die geografische und städtebauliche Flexibilität von BRT und BHLS und machten sie für Stadtplaner weltweit attraktiv.

Von den 197 Städten mit BRT-Systemen haben 169 ihre Systeme seit 2001 eingeführt, während weitere 120 Städte sich im Bau, der Entwicklung oder der Planung von BRT-Systemen befinden. Neben den Vorteilen von LRT haben sich BRT und BHLS als praktikable Alternativen für den öffentlichen Nahverkehr in verschiedenen Umgebungen erwiesen, von denen mit geringem bis zu sehr hohem Fahrgastaufkommen.

BRT und BHLS haben sich angesichts der zunehmenden Urbanisierung und Motorisierung, insbesondere in Entwicklungsländern, und des Mangels an finanziellen Mitteln für den Bau neuer Straßeninfrastruktur und teurer Schienensysteme als praktikable Alternativen für die Mobilität herauskristallisiert.

Die Zukunft des BRT (Bus Rapid Transit)

Sowohl BRT als auch BHLS scheinen robuste Verkehrsmittel zu sein, die sich leicht an neue Gegebenheiten anpassen lassen, da Millionen BRT-Nutzer Milliarden einsparen. Ergänzende Initiativen wie stadtweite integrierte Bussysteme, die Einbindung der Wirtschaft, staatliche Unterstützung sowie neue Bushersteller und Technologieanbieter reagieren auf die Verbreitung von BRT- und BHLS-Systemen. Diese koordinierten Anstrengungen steigern die Effizienz von BRT und BHLS und verbessern gleichzeitig den Nahverkehr. Qualität, Leistung und Wirkung von BRT und BHLS werden durch technische Fortschritte bei Fahrzeugen wie Hybrid- und Elektroantrieben sowie Smartphone-Apps weiter verbessert.

Insgesamt steht BRT und BHLS eine spannende, aber potenziell auch herausfordernde Zukunft bevor, da sie sich als wichtige Bestandteile moderner, multimodaler öffentlicher Verkehrsnetze weiterentwickeln. Um die zukünftige Abhängigkeit vom Autoverkehr drastisch zu reduzieren und die Emissionen zu senken, wäre etwa die dreifache jährliche Baurate von BRT und BHLS erforderlich. Lesen Sie auch das Interview mit Dan Chatman: Integration bestehender öffentlicher Verkehrsmittel mit Bus Rapid Transit in Entwicklungsländern

Was sind BRT-Korridore?

Ein BRT-Korridor ist definiert als ein Straßenabschnitt oder eine Straßengruppe mit eigenen Busspuren, der mindestens 3 Kilometer (1.9 Meilen) lang ist und als Verbindungspunkt für eine oder mehrere Buslinien dient. Da die Qualität des BRT in Städten mit vielen Korridoren erheblich variieren kann*, gilt der BRT-Standard für einzelne BRT-Korridore und nicht für das gesamte BRT-System.

BRT-Korridore erfüllen die folgenden Kriterien:

  • Sie müssen mindestens 3 Kilometer lang sein und über eigene Fahrspuren verfügen;
  • Erhalten Sie 4 oder mehr Punkte für die Gewährung eigener Vorfahrt.
  • Erhalten Sie 4 oder mehr Punkte für die Busschienenausrichtung,
  • Und erhalten Sie 20 oder mehr Punkte für alle fünf BRT-Basics-Elemente.
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