Windkraftanlagen zählen zu den effektivsten Methoden, erneuerbare Energien zur Stromerzeugung zu nutzen. Kürzlich hat ein Startup jedoch die Möglichkeit von Batteriespeichern in den Anlagen aufgezeigt. Sinonus behauptet, dass die Rotorblätter von Windkraftanlagen als Batterien fungieren können.
Das schwedische Start-up-Unternehmen Sinonus hat eine Methode entwickelt, um überschüssige Energie von Windkraftanlagen direkt in deren Struktur zu speichern . Der Hauptansatz besteht darin, Faserstrukturen für verschiedene Objekte, Gebäude und Fahrzeuge zur Energiespeicherung zu entwerfen. Denn gespeicherte Energie benötigt weder zusätzlichen Platz noch erhöht sie das Gewicht.
Diese sogenannten Strukturbatterien bestehen aus einer Technologie, die gleichzeitig als Elektrode, tragendes Material und Leiter dient. Entwickelt wurden diese Batterien von Forschern der Technischen Universität Chalmers in Göteborg.

Sinonus ist ein Spin-off der Universität und verwendet dasselbe ultraleichte Kohlenstofffasermaterial, das die NASA zuvor für ihren Ingenuity-Hubschrauber auf dem Mars eingesetzt hat. Forscher sind sich einig, dass es möglicherweise nicht die praktikabelste und effizienteste Lösung im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus ist. Das Material wird jedoch aufgrund seiner Tragfähigkeit verwendet. Das Potenzial dieser Technologie hat das Unternehmen bereits demonstriert, indem es in seinen Labortests AAA-Batterien in Geräten mit geringem Stromverbrauch ersetzte.
Wissenschaftler wandeln CO2 mithilfe katalytischer Kombinationen in feste Kohlenstoffnanofasern um.
Um der steigenden Nachfrage nach Energiespeichern gerecht zu werden, haben sich die G7-Staaten verpflichtet, den Ausbau der globalen Energiespeicherkapazität bis 2030 auf 1.5 TW zu fördern. Dies entspricht dem Sechsfachen der derzeitigen Kapazität und trägt dazu bei, das Ziel einer Verdreifachung der Kapazität erneuerbarer Energien bis zum Ende des Jahrzehnts zu erreichen.
Sinonus arbeitet auch an der Speicherung von Strom in den Kohlefaserkarosserien von Elektrofahrzeugen. Das Unternehmen betont zudem das Potenzial der Integration von Großbatterien in Baumaterialien. Dies könnte mehr Gestaltungsfreiheit bieten und Platz sparen.
Quelle : Sinonus



