Ausgelöst durch die politischen Spannungen mit Russland ist diese Energiekrise in Deutschland die größte seit Jahrzehnten. Bei der Bewältigung dieser Krise spielt die staatliche Kreditgesellschaft eine wichtige Rolle. Die KfW Entwicklungsbank wird damit zum neuen Energie-Schwergewicht für Deutschland.
Die KfW mit Hauptsitz in Frankfurt ist eine deutsche Kreditagentur für den Wiederaufbau. Ende Januar stellte das Unternehmen 42.4 Milliarden Euro zur Unterstützung des deutschen Energiesektors bereit . Davon sind 45 % für die Befüllung von Gasspeichern und 19 % für den Ersatz russischer Gaslieferungen vorgesehen.
Das Unternehmen hatte zuvor Kredite zur Deckung von Nachschussforderungen gewährt und Milliarden von Euro in Kreditlinien für Uniper (UN01.DE) und Securing Energy for Europe GmbH (SEFE, ehemals Gazprom Germania) investiert. Das Unternehmen ist verpflichtet, die nachhaltige Entwicklung in Deutschland zu fördern und stellte dafür im Jahr 2021 rund 107 Milliarden Euro bereit .
Ein Drittel dieser Mittel floss in den Klima- und Umweltschutz. Am Freitag, dem 17. Februar 2023, ersetzte die KfW ihre bestehende Kreditlinie bei Uniper durch eine Fazilität über 16.5 Milliarden Euro (17.5 Milliarden US-Dollar) mit einer Laufzeit bis 2026. Die KfW wird vom Finanzministerium in Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium kontrolliert. Wirtschaftsminister Robert Habeck ist Ko-Vorsitzender, Finanzminister Christian Lindner Vorsitzender des Aufsichtsrats. Robert Habeck und Christian Lindner sind für die Aufgaben im deutschen Energiesektor zuständig.
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Das Unternehmen wurde 1948 mit dem Ziel gegründet, die Nachkriegswirtschaft des Landes wiederaufzubauen. Die KfW wird demnächst Anteilseigner von TransnetBW , einem Hochspannungsnetzbetreiber der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) (EBKG.DE). 2018 erwarb die KfW eine 20-prozentige Beteiligung am deutschen Netzbetreiber 50Hertz, der sich im Besitz von ELI.BR befindet, an Elia Transmission Belgium (Elia).
Um Flüssigerdgas aus dem deutschen Hafen Brunsbüttel zu importieren, plant das Unternehmen, sich mit 50 % an einem geplanten Festterminal zu beteiligen, zusätzlich zu 40 % an der niederländischen Gasunie Holding (GSUNI.UL) und 10 % an RWE (RWEG.DE). Die KfW Entwicklungsbank will sich als neuer, bedeutender Energiefinanzierer für Deutschland etablieren und durch ihre Beteiligung an zahlreichen Energieunternehmen die Wirtschaft besser unterstützen.



