Hohe Gebäude erfordern nicht nur intelligente Architektur, sondern auch einen hohen Wartungsaufwand. Das macht sie zu einem der umweltschädlichsten Wirtschaftszweige. Um dies zu reduzieren, versuchen zwei führende Unternehmen, Wolkenkratzer durch die Schwerkraft in grüne Energiespeicher zu verwandeln.
Das führende Architekturbüro Skidmore, Owings & Merrill (SOM) arbeitet gemeinsam mit Energy Vault an einem zukunftsweisenden Konzept. Energy Vault ist ein Pionier in der Nutzung von Schwerkraft zur Speicherung grüner Energie.
Energy Vault hat eine Methode entwickelt, mit der Ökostrom gespeichert wird, indem riesige Ziegel in die Luft gehoben werden. Diese Ziegel werden abgesenkt, um Energie freizusetzen und Strom zu erzeugen. Diese Technologie ist in China sehr beliebt und hat im vergangenen Jahr das weltweit erste derartige System in Betrieb genommen.
Kurzinfo : Gebäude sind für rund 39-40 % der weltweiten energiebedingten Kohlenstoffemissionen verantwortlich : für ihren Bau, ihre Stromversorgung und die Temperaturregelungseinrichtungen.
Ziele und Ansätze der Partnerschaft
Gemeinsam verfolgen diese Unternehmen das Ziel, einige der höchsten Gebäude der Welt mit Höhen von über 300 m und bis zu einem Kilometer zu dekarbonisieren.
Sie planen dies durch die Integration eines Schwerkraftspeichers in eine Hohlstruktur. Dieser Ansatz ermöglicht es Gebäuden, mehrere Gigawattstunden (GWh) Energie mithilfe der Schwerkraft zu speichern. Laut Energy Vault könnten diese Wolkenkratzer damit nicht nur sich selbst, sondern auch die angrenzenden Gebäude mit Strom versorgen.
Sie planen ein weiteres Konzept: ein modulares, wasserbasiertes System zur Integration von großflächigen Wasserkraftspeichern in Wolkenkratzer. Dabei wird überschüssige grüne Energie genutzt, um Wasser durch Rohre bergauf zu pumpen. Das Wasser wird auf dem Hügel gespeichert und bei Bedarf von dort abgegeben. Dieses System, genannt „Water Tree“, ist eines der ersten seiner Art weltweit.
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Eingeschränkter Spielraum aufgrund geringer Gebäudeanzahl
Laut dem Council on Tall Buildings and Urban Habitat gibt es nur 173 Gebäude mit einer Höhe von 300 Metern. Viele der neu im Bau befindlichen Wolkenkratzer werden zudem erst 2030 fertiggestellt sein. Daher ist der Markt für diese Speicherlösung begrenzt.
Obwohl der Ansatz von Energy Vault und SOM, dass die Schwerkraft Wolkenkratzer in grüne Energiespeicher verwandeln kann, anwendbar erscheint, handelt es sich einem aktuellen Bericht zufolge um die teurere Option als Lithium-Ionen-Batterien.
Quelle : Das nächste höchste Gebäude der Welt könnte eine 3,000 Fuß hohe Batterie sein



