Die Aktivierungsspannung ist die Spannung, bei der ein Laderegler zum Schutz der Batterien eingreift. Bei dieser Spannung leitet der Laderegler elektrischen Strom, indem er bestimmte Ionenarten durch die Membran passieren lässt, um die Batterien zu schützen.
Warum schützt die Aktivierungsspannung die Batterie?
Die Nernst-Gleichung beschreibt Batteriespannung und -kapazität unter der Annahme, dass sich die Batterie im Gleichgewicht befindet. Gemessene Spannung und Kapazität können jedoch stark von den Gleichgewichtswerten abweichen, da eine belastete Batterie nicht im Gleichgewicht ist. Je weiter die Batterie vom Gleichgewicht entfernt ist (d. h. je höher die Lade- oder Entladeströme sind), desto größer kann die Abweichung zwischen Gleichgewichtsspannung und -kapazität sein. Die Differenz zwischen der Spannung im Gleichgewicht und der Spannung bei Stromfluss wird als Polarisation bezeichnet.
Der Batteriebetrieb wird maßgeblich von Polarisationseffekten beeinflusst , sowohl positiv als auch negativ. So ermöglichen Polarisationseffekte beispielsweise den normalen Betrieb von Blei-Säure-Batterien, selbst wenn die Wasserelektrolyse während der Entladung langsam und in erster Ordnung abläuft (nicht jedoch beim Laden, da die Spannung höher ist). Polarisationseffekte haben jedoch auch negative Auswirkungen auf die Leistung, wie etwa eine Verringerung des Wirkungsgrades und eine erhöhte Anfälligkeit der Batteriekapazität gegenüber Lade- und Entladebedingungen. Die Aktivierungsspannung verhindert dies, indem sie die Batterie vor Überhitzung schützt.
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