Die effektivste Methode zur Gewinnung von Erdöl und Erdgas aus tiefen Schiefergesteinsschichten ist das hydraulische Fracking. Dabei wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in horizontal gebohrte Bohrlöcher gepresst. Dies erzeugt Risse im Schiefergestein und ermöglicht so die Freisetzung von Erdgas oder Erdöl. Fracking ist ein zentraler Bestandteil der unkonventionellen Erdgasförderung, die von der Bohrlochkonstruktion bis zum Transport von Gas und Erdöl vom Bohrplatz reicht.
Zu den Bedenken hinsichtlich des hydraulischen Frackings zählen potenzielle Risiken für die Wasserqualität, insbesondere wenn Fracking-Flüssigkeiten mit schädlichen Chemikalien in die Trinkwasserversorgung gelangen, sowie Probleme im Zusammenhang mit der Abwasserentsorgung und Luftschadstoffemissionen. Nach über zwei Jahrzehnten rasanter unkonventioneller Erdgasförderung decken laufende Forschungsarbeiten gesundheitliche Auswirkungen und Kosten auf, insbesondere in Regionen wie Colorado, Oklahoma, Pennsylvania und Texas, wo die Förderung in der Nähe von Wohngebieten stattfindet. Es besteht ein wachsender Bedarf, diese Auswirkungen mithilfe eines standardisierten Messverfahrens zu bewerten und zu quantifizieren.
Auswirkungen des hydraulischen Frackings auf die Wasserqualität
Es bestehen Bedenken hinsichtlich der möglichen Migration von Chemikalien aus Erdgas und Fracking, die durch Gesteinsspalten in unterirdische Trinkwasserreservoirs gelangen könnten. Kontaminationsrisiken entstehen durch unzureichend gebaute Brunnen, versehentlich freigesetzte Chemikalien und ungenügende Kontrolle des Rückflusses – des Wassers, das nach dem Fracking zurückfließt. Die EPA (Umweltschutzbehörde der USA) ist sich der wissenschaftlichen Erkenntnisse bewusst, die auf die Auswirkungen von Fracking auf Trinkwasserressourcen unter bestimmten Bedingungen hinweisen, und bleibt daher wachsam. Trotz der Unsicherheiten hinsichtlich des vollen Ausmaßes der Wasserkontamination deuten Forschungsergebnisse auf mögliche gesundheitliche Folgen im Zusammenhang mit Fracking hin. Es ist nun dringend erforderlich, direkte Beweise zu sichern, um das Gesamtbild zu erfassen.
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Auswirkungen des Hydraulic Fracturing auf die Luftqualität
Standorte, an denen Bohrarbeiten durchgeführt wurden, können die lokale Luftqualität auf verschiedene Weise beeinträchtigen. Prozesse wie das Abbrennen von überschüssigem Erdgas, der Betrieb schwerer Maschinen und der Transport von Materialien mit Diesel-Lkw können giftige Chemikalien in die Luft freisetzen und so zur Luftverschmutzung beitragen.
Studien aus dem Jahr 2019 untersuchten gefährliche Luftschadstoffe (HAPs) im Zusammenhang mit der vorgelagerten Öl- und Gasförderung, einschließlich des potenziellen Frackings. Dabei wurde das Vorhandensein von HAP-Verbindungen festgestellt, die mit verschiedenen Gesundheitsproblemen in Verbindung stehen und die gesundheitsbezogenen Grenzwerte in der Nähe von Förderanlagen überschreiten. Die Produktionsphase erwies sich über einen längeren Zeitraum als bedeutende Quelle konzentrierter und vielfältiger Luftschadstoffe. Darüber hinaus deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass Luftschadstoffe aus der unkonventionellen Öl- und Gasexploration negative Auswirkungen auf die Gesundheit älterer Menschen haben und das Risiko eines vorzeitigen Todes für Anwohner in der Nähe oder im Lee solcher Förderanlagen erhöhen können.
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